Wenn ich erkläre, warum Olaplex nach drei Sitzungen das Haar wieder formbar macht, fängt mein Beratungsgespräch oft mit einem Vergleich an: Stellen Sie sich Ihr Haar als Brücke vor — und Olaplex baut die Streben neu, die das Bleichen weggesprengt hat.
Haar besteht zu 80 Prozent aus Keratin — einem Protein, das durch sogenannte Disulfid-Brücken vernetzt ist. Diese Brücken sind die Streben, die dem Haar seine Festigkeit geben. Beim Bleichen, beim aggressiven Färben oder bei häufigem Hitze-Styling werden diese Brücken aufgebrochen. Das Haar fühlt sich strohig an, bricht beim Kämmen, verliert seine natürliche Sprungkraft.
Olaplex ist seit 2014 auf dem Markt — entwickelt von zwei US-Chemikern, Eric Pressly und Craig Hawker. Der Wirkstoff heißt Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate — ein patentiertes Molekül, das gezielt die freien Cystein-Endungen sucht, die nach dem Bruch im Haar zurückbleiben. Diese Endungen werden durch das Molekül wieder verbunden — eine Art chemischer Reset.
„Das Schöne an Olaplex ist nicht der Glanz nach der ersten Sitzung. Es ist die Tatsache, dass das Haar nach acht Wochen wieder Pigment hält, ohne dass es bricht." — Mira
Wichtig zu wissen: No.1 und No.2 arbeiten nur unter Folie und Wärme — das machen wir im Salon, dauert je 35 Minuten. No.3 ist die Heim-Variante: einmal pro Woche, drei Stunden einwirken (oder über Nacht), nicht öfter. Wer No.3 täglich nutzt, überlädt die Struktur — das Gegenteil von dem, was wir wollen.
Olaplex ersetzt keinen Schnitt. Wenn die Spitzen mechanisch zerstört sind — abgebrochen, nicht nur geschwächt — hilft kein Treatment. Aber wenn die Längen nur müde sind, ist Olaplex der Unterschied zwischen „kürzer schneiden" und „zwei Zentimeter behalten".