M.A. Sozialwissenschaften, Marburg
Schwerpunkt: Organisationssoziologie und Konfliktforschung. Magisterarbeit über informelle Hierarchien in produzierenden Mittelstandsunternehmen.
Westerwälderin in dritter Generation. Systemische Coachin (DGSv-zertifiziert), Mediatorin (BAFM). Vorher 12 Jahre Personalentwicklung in Industrie-Konzernen.
Studium Sozialwissenschaften in Marburg, danach 12 Jahre HR und Personalentwicklung bei einem mittelständischen Maschinenbauer in Köln. 2010 zurück in den Westerwald, eigene Praxis in Hachenburg.
Ich kenne beide Welten: den Druck im Konzern, die Erwartungen, das Spiel mit den Rollen — und die Klarheit, die entsteht, wenn man rausgeht. Das hilft besonders, wenn Klient*innen aus dem einen ins andere wechseln wollen.
Ich kam mit einer Karrierefrage und ging mit einer Lebensfrage. Christine hat mich nicht in eine Richtung geschoben — sie hat mir nur zugehört, bis ich selber merkte, was ich eigentlich will. J., 36 · Ärztin · Berufswechsel-Coaching
Keine spirituellen Methoden. Keine Aufstellungen mit Sprüchen über Ahnenfelder. Keine Coaching-Phrasen aus US-Bestsellern. Keine Prozesse länger als 6 Monate ohne klares Ziel.
Was ich mache: Strukturierte Gesprächsführung, gute Fragen, Geduld. Westerwälder Bodenständigkeit, hochschulisches Handwerk.
Die langen Strecken sind oft die wichtigsten — die Personalentwicklung im Konzern hat mich mehr geprägt als jede Coaching-Ausbildung. Hier die Stationen, ohne Schnörkel.
Schwerpunkt: Organisationssoziologie und Konfliktforschung. Magisterarbeit über informelle Hierarchien in produzierenden Mittelstandsunternehmen.
Erste Station nach dem Studium. Lehre in HR-Handwerk: Verhandlungen, Auswahlgespräche, Personalentwicklungs-Konzepte für Facharbeiter und Meister.
Neun Jahre in einem börsennotierten Maschinenbau-Konzern. Aufbau der internen Coaching-Programme. 200+ Mitarbeitergespräche pro Jahr. Verantwortung für Talent-Pools.
Berufsbegleitende Ausbildung am IFW Heidelberg. Schwerpunkt: lösungsorientiertes Kurzzeit-Coaching nach Steve de Shazer und systemische Hypothesenbildung.
Rückkehr in den Westerwald, Eröffnung der Praxis Burgstraße 18. Erste Klient*innen aus dem alten Konzern-Umfeld, schnell breiterer Mix aus regionalen Selbstständigen und Familien.
Steinbeis-Hochschule, BAFM-Standard. 200 Stunden Theorie + 30 dokumentierte Praxisfälle. Spezialisierung auf Familienunternehmen und Erbgemeinschaften.
Lehrbeauftragte für "Konfliktmanagement im Mittelstand", BWL-Bachelor. 4 Semester, dann Beendigung zugunsten der Praxis. Lehre bleibt seitdem in Workshop-Form.
Aufbau des Wald-Coaching-Formats nach Forschung der Universität Stanford. Zweiter Schwerpunkt: Supervisionsgruppen für Therapeut*innen und Sozialarbeiter*innen aus dem Westerwald.
Keine Werte-Liste aus dem Marketing-Workshop, sondern Sätze, die ich tatsächlich oft denke. Manche sind Zitate, manche sind aus der Praxis gewachsen.
Wenn ich merke, dass ein Verlauf gut für die Beziehung wäre, aber schlecht für das Anliegen, sage ich es. Auch wenn der Moment unangenehm wird.
Methoden sind Werkzeuge. Ich wähle sie bewusst, nicht aus Mode oder Sympathie. Was im konkreten Fall nicht hilft, kommt nicht zum Einsatz — auch wenn es im Lehrbuch steht.
Coaching darf nicht zur Dauer-Beziehung werden. Sechs Monate sind die Regel, alles darüber begründungspflichtig. Wer "weitermachen" möchte, sollte einen anderen Anlass haben.
Die wichtigsten Sätze in einem Coaching kommen oft nach 15 Sekunden Pause. Ich fülle sie nicht aus Höflichkeit. Das ist gewöhnungsbedürftig — und manchmal das Entscheidende.
Ich rede mit Klient*innen wie mit Nachbarn. Keine Coaching-Lyrik, keine Bestseller-Vokabeln. Wer bei mir landet, möchte meistens genau das nicht — und sagt es spätestens in Sitzung 2.
Ich bin keine Therapeutin. Bei psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen oder akuten Krisen verweise ich konkret weiter — namentlich, mit Telefonnummer, nicht "irgendwen suchen".
Schweigepflicht ist die wichtigste Berufspflicht — sie steht über jeder Methode. Hier die Selbstverpflichtung, an die ich mich halte. Auch dann, wenn niemand zuschaut.
Keine Inhalte aus Coaching oder Mediation verlassen den Raum — nicht gegenüber Familie, Kolleg*innen oder Auftraggeber*innen. Auch dann nicht, wenn der Auftraggeber das Coaching bezahlt.
Auf dieser Website, in Vorträgen und in Werkstattheften erscheint kein Name, keine Branche, kein Ort, der Klient*innen identifizierbar machen würde — es sei denn mit ausdrücklicher schriftlicher Zustimmung.
Wer bei mir Coaching macht, wird nicht parallel von mir mediiert. Wer in einem Team-Workshop war, wird in der Folge nicht einzeln gecoacht — außer mit ausdrücklicher Klärung der Rollen.
Notizen werden handschriftlich geführt, im verschlossenen Aktenschrank gelagert, nach 3 Jahren vernichtet. Keine Cloud, keine Coaching-Software, keine Auswertungstools. Mail nur unverschlüsselt für Termin-Logistik.
Mitglied im Ethikrat-Kodex der Deutschen Gesellschaft für Supervision & Coaching (DGSv) und der Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation (BAFM). Beschwerden können dorthin gerichtet werden.
Keine Coaching-Ratgeber. Bücher, die ich nach 15 Jahren immer noch öfter aus dem Regal nehme — manche stehen schon seit den 90ern dort. In Reihenfolge des Erstkontakts.
Wenn ich nur ein Buch behalten dürfte, wäre es das Vier-Ohren-Modell. Klingt banal, ist es nicht. Ich greife in fast jeder zweiten Sitzung darauf zurück — meist ohne es zu nennen.
Hellinger ist umstritten — zu Recht in seiner Spätphase. Die frühen Texte zur Familienlogik sind trotzdem klar und nutzbar. Ich nutze sie selektiv und ohne Dogma.
Das Standardwerk zur Eskalationsdynamik. In Mediation für Auftragsklärung und Stufendiagnose unentbehrlich. Im Workshop für Führungskräfte das meistgezeigte Modell.
Kasts Schriften zur professionellen Distanz lese ich alle paar Jahre wieder. Pflichtlektüre, wenn man länger im Beruf ist und sich darin gut zurechtfindet — gerade dann.
Lösungsorientierte Kurzzeittherapie als Methode für Coaching adaptiert. Die "Wunderfrage" nutze ich nicht — die Logik dahinter sehr wohl. Pragmatismus mit Tiefe.
Kein Coaching-Buch. Aber bessere Anleitung zum Schweigen-Aushalten als jedes Methoden-Handbuch. Empfehle ich Klient*innen, die "produktiv pausieren" lernen wollen.
Selten, ausgewählt — Pressearbeit ist nicht meine Stärke und auch nicht mein Geschäftsmodell. Was trotzdem geschrieben wurde, hier ohne Interpretation.